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SCHEUERLE Schwerlastfahrzeuge im Einsatz für Deutschlands ersten Offshore-Windpark „alpha ventus“
45 Kilometer nördlich der Insel Borkum drehen sich die zwölf Rotoren eines besonderen Windkraftprojekts. Inmitten der Nordsee steht der erste deutsche Offshore Windpark „alpha ventus“. Für den Transport der gewaltigen Anlagen kamen zahlreiche SCHEUERLE Schwerlastfahrzeuge zum Einsatz.

Eemshaven: Der Rotorstern einer Offshore-Windkraftanlage (Multibrid) wird an den äußersten Rand der SCHEUERLE SPMTs geladen.

Die Ladung steht auf speziellen Vorrichtungen, welche über die SCHEUERLE SPMT-Plattform hinausragen.

Die SCHEUERLE SPMTs mit Ladung ragen über das Wasser. Nur so war die Aufnahme des Rotorsterns mittels Kran möglich.

Verladung der Repower Maschinenhäuser auf 15 Achslinien SCHEUERLE InterCombi SPE (selbstangetriebene, elektronisch gelenkte InterCombi Plattformwagen) in Bremerhaven. © Foto: Offshore-Stiftung / Repower / Jan Oelker
Die Entstehung von Offshore-Windkraftanlagen beginnt natürlich an Land. An zahlreichen Standorten werden die einzelnen Komponenten gefertigt und weitestgehend vormontiert. Von der Produktionsstätte gilt es nun die überdimensionalen Anlagensegmente zum Hafenkai zu transportieren, wo sie mit Spezialschiffen zum Bestimmungsort im Meer befördert und per Schwimmkran montiert werden. So auch bei Deutschlands erstem Offshore-Windpark alpha ventus. Ob es sich dabei um den Transport von Rotorblättern, Naben, Maschinenhäusern, Turmsegmenten oder Fundamenten handelte, bei alpha ventus waren zahlreiche Schwerlastfahrzeuge der Baureihen SPMT und InterCombi SPE der SCHEUERLE Fahrzeugfabrik im Einsatz.
Rotorsterne
Der Transportspezialist Wagenborg aus den Niederlanden setzte 20 Achslinien SCHEUERLE SPMTs für den Transport von ganzen Rotorsternen ein. Die vormontierten Rotorsterne haben einen Rotordurchmesser zwischen 116 und 118 Metern und wiegen ca. 150 Tonnen. Die Verladung dieser Giganten auf das Schiff erfolgte dabei unter außergewöhnlichen Konditionen, da das Aufnahmeschiff nicht exakt am Kai positioniert werden konnte und die Reichweite des Schiffskrans begrenzt war. Daher musste die Ladung auf speziellen Vorrichtungen ein Stück über die Plattform der SPMT-Kombination hinausragen. Nun mussten die SPMTs einige Meter über das Kai hinaus manövriert werden, sodass 2 Achslinien inkl. Vorrichtung über dem Wasser hingen. Die SCHEUERLE SPMTs in Verbindung mit der von SCHEUERLE entwickelten Steuerungstechnologie ermöglichten dabei das punktgenaue Positionieren der Rotorsterne für die Lastaufnahme durch den Schiffskran. Um den Lastschwerpunkt auszugleichen, wurden die SPMTs zusätzlich mit Gegengewichten beladen.
Maschinenhäuser
Auch zahlreiche Fahrzeugkonzepte für den Transport von Offshore Maschinenhäusern kamen bei alpha ventus aus dem Hause SCHEUERLE. Je nach Größe und Gewicht wurden Fahrzeugkombinationen konfiguriert, die exakt auf die Transportaufgabe angepasst waren. So wurden z. B. die Offshore Maschinenhäuser auf den elektronisch gelenkten InterCombi SPE Fahrzeugkombinationen oder auf SPMTs verfahren. Die modulare Bauweise dieser Transportsysteme ermöglicht ein vielfältiges Aneinanderkuppeln der Fahrzeugeinheiten innerhalb der Baureihen.
SCHEUERLE, NICOLAS und KAMAG – Weitere Fahrzeugtechnologien für den Transport von Onshore und Offshore Windkraftanlagen
Zahlreiche Möglichkeiten halten SCHEUERLE, NICOLAS und KAMAG für den Transport von Windkraftanlagen bereit. Der neue Windflügeladapter von SCHEUERLE verfügt über eine Hebe-, Senk- und Schwenk-Vorrichtung. In engen Kurven bewegt die Hebe- und Senkfunktion den Flügel ferngesteuert einseitig nach oben, so dass die Flügelspitze in einem Winkel von bis zu 23° in den Himmel ragt, nach rechts oder links schwenken kann und so über Stützmauern, Bäume, Gebäude oder andere Hindernisse hinweg „schwebt“. Zusätzlich kann der Flügel um die eigene Längsachse gedreht werden und wird - unter Berücksichtigung der Windlasten - aus dem Wind gedreht. Somit ist die Standsicherheit des Fahrzeugs gewährleistet. Dieses neue SCHEUERLE-System kann sowohl bei Sattelkombinationen als auch bei Selbstfahrern eingesetzt werden.
Eine Neuheit von NICOLAS ist die innovative, teleskopierbare Adaptertechnik. Mit diesem gewichtsoptimierten Adapter können nun nicht nur Windtürme gefahren werden. Er ist zum Beispiel ebenfalls ausgerichtet für den Transport von VESTAS V90 Gondeln. Der Adapter verfügt über spezielle Einspann-Vorrichtungen, die es ermöglichen, die VESTAS V90 Gondeln sicher zu transportieren. Bei Transporten von Windturmsegmenten können Segmente bis zu 120 Tonnen und einem Innendurchmesser von 5500 mm bewegt werden. Mittels Fernsteuerung wird der Adapter an das jeweilige Segment exakt angepasst. Das gesamte Adapter-System, d. h. Adapter + Tragschnabel + Schemel, bringt dabei ein Gesamtgewicht von gerade einmal 19 Tonnen auf die Waage. Der NICOLAS Adapter ist kompatibel mit den Plattformwagen der Schwestergesellschaften KAMAG und SCHEUERLE.
Auch SCHEUERLE hat einen neuen Windturmadapter entwickelt. Ausgelegt für Windturmsegmente bis zu 90 Tonnen mit einem Durchmesser von bis zu 5.000 mm, ist der neue Adapter mit der gesamten SCHEUERLE Combi-Reihe (EuroCombi, FlatCombi, InterCombi) sowie mit dem SCHEUERLE-KAMAG K25 kompatibel.
Brandneu aus den Häusern SCHEUERLE und NICOLAS sind die neuen Semi-Trailer, die „Superflex“-Reihe. Erhältlich in 3 verschiedenen Versionen – nicht teleskopierbar, 1-fach teleskopierbar und 2-fach teleskopierbar – bietet die neue Baureihe eine technische Achslast von 14 Tonnen und einen Lenkwinkel von 60°. Einen echten Vorteil bringen die SCHEUERLE und NICOLAS Semis im Hinblick auf Flexibilität. So ist es möglich, bei Fahrzeugen mit einfacher oder doppelter Teleskopstufe, die beiden vorderen Achslinien in komplett teleskopiertem Zustand entweder am Schwanenhals oder am hinteren Fahrwerk zu belassen. Mit dieser Innovation wird es möglich, das Fahrzeug an die jeweilige Lage des Nutzlastschwerpunkts anzupassen und jede Achslinie optimal auszulasten. Die neuen SCHEUERLE und NICOLAS Tieflader mit Pendelachse verfügen über einen Hub von 600 mm. Dies macht sich vor allem beim Befahren von unwegsamen Baustellen oder dem Überfahren von Bahnschienen positiv bemerkbar und minimiert die Beschädigungen einzelner Achsgruppen.
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